Aufsätze zum Johev (Alle dt. Aufs. als BUCH 468 S.: 'Das Wort ward Fleisch'... reduz. Preis der Restexemplare des Buches in De € 20, kein Porto. Bestellung: gwg.reim@t-online.de)

Wie der Evangelist Johannes gemäß Joh 12,37ff Jesaja 6 gelesen hat
(Erstveröffentlichung in der ZNW 92, 2001, S. 33-46)
(Johannes hat Jes 6 als Berufung Jesu zum Gesandten verstanden, der Heilung und Erkenntnis bringen soll. An denen, die nicht hören, vollzieht sich in eigener Entscheidung Verblendung und Gericht.)

Jes 6

Übersetzungen:
Englisch Französisch
Russisch - Русский

Vom Hebräerbrief zum Johannesevangelium anhand der Psalmzitate
(Erstveröffentlichung in der BZ NF 1 2000 . S.92-99)
(Der Aufsatz zeigt, wie Johannes die auch für den Hebräerbrief wichtigen Psalmen LXX 39, BH 45 und BH 95 benutzt hat.)

Ps 45; LXX Ps 39 und Ps 95

Übersetzungen:
Englisch Französisch
Russisch - Русский

Späte Entdeckung: Psalm 95 als Darstellungsprinzip für das Wirken des johanneischen Jesus
Erstveröffentlichung in JOCHANAN, 369-88)
(Erst in den letzten Jahren ist mir klar geworden, dass der Evangelist den Ps 95 [1] intensiv genutzt hat - wie auch der Hebräerbrief das getan hat. Ich zeige auf, warum diese Entdeckung so lange gedauert hat und was sie bedeutet.)

Ps 95

engl. Übersetzung

Jesus als Gott im Vierten Evangelium
Jesus as God in the Fourth Gospel - The Old Testament Background (NTS Vol. 30, 158-160) JOCHANAN S. 348-351
(Johannes bezeichnet Jesus in seinem Evangelium auf Grund von Überlegungen, die aus Targum Ps 45 stammen, als „Gott“, ohne den Monotheismus [2] des AT dadurch aufzuheben, wie ihn auch der zugrundeliegende Targum nicht aufheben wollte.)

Ps 45

engl. Übersetzung

Nordreich-Südreich. Der Vierte Evangelist als Vertreter christlicher Nordreichstheologie (BZ NF 1992, 235-40) JOCHANAN S. 360-368
(Der Aufsatz versucht zu zeigen, dass Johannes Vertreter einer christlichen Nordreichstheologie ist, die - aus alten Feindschaften [3] zwischen Südreich (Juda) und Nordreich herkommend - nichts von der Anknüpfung jüdischer Hoffnung an David weiß und die Bethlehemgeburt Jesu nicht akzeptiert.)

 

 

Zur Lokalisierung der johanneischen Gemeinde (BZ NF 1988, 72-86) JOCHANAN S. 410-424
(Parallel zu den Überlegungen von K. Wengst zu dem historischen Ort der johanneischen Gemeinde zeige ich anhand von Targumhintergrund des Johannesevangeliums, von theologischen Traditionen und Positionen aus Samaria[4] , Qumran[5] , der Täufergemeinde[6] , bei Justin, Philo [7] und dem Barnabasbrief [8] sowie anhand von Ortskenntnis des Evangelisten, seiner Sprache und seiner soziologischen Situation, dass man den Evangelisten und seine Gemeinde(n) wohl etwa in der Gegend von Quazrin [9] (Golan) ansetzen muss (vgl. Kartenskizze auf S. 368).

 

 

Paralleltraditionen zum Johev aus Justins Werken (Erstveröffentlichung in JOCHANAN, 487-534)
Dieser Artikel zeigt auf, dass sich bei Justin und im Johannesevangelium viele verwandte Traditionen und Anschauungen finden, die sich aber keineswegs als Abhängigkeit Justins vom Johannessevangelium verstehen lassen. Gerade die Unabhängigkeit Justins vom Vierten Evangelium hilft uns, dieses Evangelium in vieler Hinsicht besser zu verstehen.)

 

 

Joh 4.44 - Problem oder Schlüssel
John IV.44 - Crux or Clue? The Rejection of Jesus at Nazareth in Johannine Composition (NTS Vol. 22 1976, 476-80) JOCHANAN S. 397-401
(Durch synoptischen Vergleich [10] zeige ich, dass der Evangelist Johannes die Geschichte von der Verwerfung Jesu in Nazareth (vgl. Mk 6,1ff par.) in ihren einzelnen Elementen an verschiedenen wichtigen Stellen seines Evangeliums benutzt hat, auch in 4,44, von R. E. Brown als „notorious crux“ bezeichnet. Diese „crux“ verwandelt sich zu einem Schlüssel für das Verständnis johanneischer Editionsarbeit.)
Dieser Aufsatz hat seit 2011 einen zweiten Teil auf deutsch!

Komposition

original in Englisch, jetzt auch in Deutsch vorhanden

Probleme der Abschiedsreden (BZ NF 1976, 117-22) JOCHANAN S. 402-409
(Ich versuche zu zeigen, dass die Abschiedsreden, wie oft beobachtet, nicht aus einem Guss sind, weil Johannes eine Erstform dieser Reden in veränderter gemeindlicher Situation selbst umgestaltet hat.)

Komposition

 

Johannes 21 - ein Anhang? (Studies in NT Language and Text. Leiden 1976) JOCHANAN S. 389-396
(Ich bestreite in diesem Artikel vehement, dass Joh 21 ein „Anhang[11] “ ist und zeige auf, dass die im Evangelium enthaltenen Unstimmigkeiten - auch die in Joh 21 - daher stammen, dass der Evangelist Johannes sein Evangelium in zwei verschiedenen Zeitabschnitten geschrieben hat. Nach Erhalt neuen Materials, des „4. Synoptikers“, wie ich ihn nenne, hat Johannes seine Erstausgabe selber überarbeitet, sodass das gesamte Johannesevangelium von ihm stammt.)

Komposition

 

Der Augenzeuge. Tradition, Komposition und Interpretation im Johannesevangelium (Erstveröffentlichung in JOCHANAN, 425-86)
(Dieser Artikel will aufzeigen, welche unterschiedlichen Materialien der Evangelist Johannes benutzt hat und wie er sein Evangelium komponiert hat. Klar werden soll, dass der Evangelist sein ältestes Material relativ spät aus der Gemeinde eines Augenzeugen des Todes Jesu erhalten hat. Dieses Material ist allerdings schon von der Gemeinde des Augenzeugen nach dessen Tod überarbeitet worden, ehe es in die Hände des Evangelisten gelangte. Den Augenzeugen sehe ich im Jünger Johannes, der im Unterschied zu Petrus nicht das Martyrium erlitten hat und in seiner Gemeinde/seinen Gemeinden lange wirken konnte - wenn auch nicht unangefochten von anderen Christen, die gerade das Martyrium hoch einschätzten. Der Evangelist (Johannes) ist also nicht mit dem Jünger Johannes identisch, sondern benutzt und kommentiert u.a. dessen sehr altes Material.)

 

 

Joh 9 -Tradition und zeitgenössische messianische Diskussion (BZ NF 1978, 247-53) JOCHANAN S. 321-330
(Ich versuche, die in Joh 9 enthaltene Quelle aus der vorjohanneischen Tradition eines Wunderevangeliums zu rekonstruieren und die Absicht aufzuzeigen, in der Johannes diese Quelle im Hinblick auf seine eigene Gemeindesituation hin umgestaltet hat. Jesus wird als Erfüller der alten jüdischen und samaritanischen Schilo[12] -Verheißung (Gen 49,8-12) gesehen.)

Komposition

 

Johannesevangelium und Synagogengottesdienst - eine Beobachtung (BZ NF 1983 ,101) JOCHANAN S.331-333
(Ein sehr kleiner, mir überaus wichtiger Artikel von nur einer Seite Länge, der nachweist, dass Johannes mit dem jüdischen Lesungsjahr [13] in seiner christlichen Gemeinde gelebt hat und es als in Christus erfüllt gesehen hat. Vergleiche Bild 10: die alte Lesungsordnung mit den Lesungen für den Beginn des jüdischen Lesungsjahres, auf die sich Johannes in Joh 9 bezieht.)

Gen 1,1 und Jes 42,6

 

Targum und Johannesevangelium (BZ NF 1983, 1-13) JOCHANAN S. 334-347
(Der Evangelist Johannes hat intensive Kenntnis targumischer [14] Interpretation und macht sie für sein Evangelium fruchtbar.)

 

 

Joh 8,44 - Gotteskinder/Teufelskinder. Wie antijudaistisch ist die "wohl antijudaistischste Äusserung des NT"? (NTS Vol.30 1984, 619-24) JOCHANAN S. 352-359
(Der Aufsatz zeigt anhand jüdischer Anschauungen über Kain und dessen Vater, was Jesus meint, wenn er einigen Juden, die ihn steinigen wollen, sagt, dass sie Kinder des Teufels sind.)

jüd.-christl. Diskussion

engl. Übersetzung

Zur Entstehung der johanneischen Sondersprache
(Der Aufsatz zeigt, dass Johannes seine ihm eigene Sprache in engster Anlehnung an alttestamentliche Texte und Jesusworte aus einem „Vierten Synoptiker“ abgeleitet hat.) Eine Kurzform dieses Aufsatzes ist in der Biblischen Zeitschrift 2005 (BZNF 2005. S. 93-102 ) erschienen.

 

 

Birkat ha-Minim
ein jüdisches Gebet wird entfeindet

(verkürzt veröffentlicht in: Korrespondenzblatt. Herausgegeben vom Pfarrer- und Pfarrerinnenverein in der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Nr.6 2005 S.89-92) (Die Untersuchung zeigt die Geschichte der Bitte gegen die Ketzer innerhalb von 1900 Jahren auf. Im Anfang war die Bitte z. T. gegen Christen gerichtet und führte wohl zum Synagogenausschluss. Auf Grund von Verhören und Verfolgungen wird das Gebet etwa ab 1000 n. Chr. zunehmend entfeindet, bis es in der Neuzeit seinen antichristlichen Charakter ganz oder weitgehend verliert. Diese Entfeindung ist wichtig für das Verhältnis zwischen Kirche und Synagoge heute.)

 

 

Joh 1,1-18 - wie und warum ein jüdisches Logoslied geändert worden ist - ein Entwurf.
Abstract
Ich sehe im Logoslied ein original jüdisches Lied, das möglicherweise auch der Evangelist Johannes einst gebetet hat, bis er es aus seiner Begegnung mit Christus heraus zu zwei Zeiten verändert hat, um Juden mit auf seinen neuen Weg zu nehmen. Nun bildet es das programmatische Eingangslied seines Evangeliums.
Ich führe als Entwürfe drei Texte des Logoshymnus aus verschiedenen Zeiten an: den jüdischen Text, die erste Bearbeitung durch Johannes und dann seine zweite Bearbeitung.

 

 

[1] Der Psalm ist bis heute für Juden am Anfang ihres Sabbatgottesdienstes wichtig.
[2] Auch Johannes glaubt an den einen Gott. Jesus, von Gott herkommend, von ihm angeredet und gesandt, wird von Johannes als Gott unter Gott gesehen. Die Einheit mit Gott besteht als Einheit im Willen und Tun. Johannes will mit dieser Bezeichnung keineswegs den Monotheismus aufheben. „Der Gesandte ist wie der ihn Sendende.“
[3] Schon um 1000 vor Christus gehen die Wege von Nord- und Südreich , von Israel und Juda auseinander, Kriege eingeschlossen.
[4] Samaritaner werden entweder als jüdische Sekte oder von manchen Juden damals als Feinde ohne rechten Glauben angesehen. Sie haben als Heilige Schriften den Pentateuch und feiern die sich daraus ergebenden Feste. Dem Passafest der Samaritaner kann man bis heute beiwohnen. Tempelort war bis zur Zerstörung des Tempels 128 v. Chr der Garizim, heiliger Berg der Samaritaner bis heute.
[5] In Qumran am Toten Meer hat sich vor Christus eine von der Jerusalemer Gemeinde abgespaltene und von ihrer eigenen Rechtgläubigkeit überzeugte Gemeinde niedergelassen. Sie hat mit ihrem Glauben und Leben die Jesusgemeinde beeinflusst, die sich aber von ihr und ihrer Rigorosität abgegrenzt hat. Mit dem Feldzug der Römer gegen die Juden ist auch nach 70 das Ende der Qumrangemeinde gekommen. Wichtigste Schriften der Mönche sind ab 1947 in Höhlen am Toten Meer gefunden worden.
[6] Die Bewegung um Johannes den Täufer ist durch radikale Umkehrpredigt entstanden in Erwartung des unmittelbar bevorstehenden Kommens Gottes. „Bereitet dem Herrn den Weg...“
[7] Einflussreicher jüdischer Philosoph in Alexandria, ca. 25 v. Chr – 40 n. Chr. Er versucht, der griech.-röm. Bildungswelt den Reichtum des AT mit seiner Auslegung zu vermitteln. Der wichtigste Begriff ist für ihn der logos – das Geist-Wort. Der in Gen 1 sprechend handelnde Gott wird mit dem griechischen philosophischen Begriff Logos in Beziehung gesetzt. Im Johannesevangelium wird vom Logos in Joh 1,1 gesprochen.
[8] Ein wichtiger Brief der Urchristenheit.
[9] Quazrin ist ausgegraben worden. Man hat eine Synagoge etwa 4. Jhd. n. Chr. gefunden, deren Portal wieder errichtet worden ist.
[10] Im synoptischen Vergleich werden die vier Evangelien miteinander verglichen. Übereinstimmungen und Abweichungen sind aufschlussreich.
[11] Fast alle Forscher am Johannesevangelium sehen in Joh 21 einen Anhang.
[12] Schilo wird ein Jerusalemer Bach genannt, der eine grosse Rolle beim Laubhüttenfest gespielt hat. Schilo ist aber gleichzeitig eine rätselhafte Bezeichnung eines Erlösers für die Völker der Welt in Gen 49,8-12, der Schilo-Verheißung. Für den Begriff gibt es mehrere Übersetzungen. Johannes leitet ihn von dem hebr. Wort schalach ab, das heisst "senden". Jesus ist für Johannes vorzüglich der von Gott gesandte.
[13] Das jüdische Lesungsjahr beginnt im Herbst mit dem Fest Simchat Thora – dem Fest der Freude am Gesetz. Man hört mit dem Ende der Deuteronomium-Verlesung auf und beginnt sofort wieder mit dem Anfang der Bibel. Die beiden Bibellesungen des Anfangs können Sie in Bild 10 betrachten.
[14] Das ist die interpretierende Übersetzung des AT in die damals moderne und gesprochene Sprache, die auch Jesus gesprochen hat.