Erfahrungen 2014 mit der homepage und Links

Erfahrungen mit der homepage

 

Ein langer Weg vor der internet-Zeit

Vor dem Internet mit der Johannesevangelium-homepage stand meine mit fünf Durchschlägen auf dünnstem Papier mit der Schreibmaschine geschriebene Dissertation. Bei einem Tippfehler musste die ganze Seite neu geschrieben werden. Die Arbeit durfte nach den Regeln der Oxforder Universität nicht mehr als 100 000 Wörter zählen. Gebundene Exemplare liegen nun in Oxford. Eins habe ich im Keller liegen.

Nach Abschluss der Promotion dauerte es noch sieben Jahre, bis die ‚Studien zum alttestamentlichen Hintergrund’ – eine verkürzte Ausgabe der Dissertation – im Druck vorlagen. Die Cambridge University Press hat den Druck (in Ungarn) bewerkstelligt. Vorher gab es mühsame Korrekturen, weil der ungarische Drucker mit den hebräischen Buchstaben nicht zurecht kam.

Durch den Verlag wanderten viele Exemplare des Buches dann ‚weltweit’ – aber doch geographisch und politisch sehr beschränkt – in Universitäten und zu Wissenschaftlern.

Aufsätze

Später folgten Aufsätze. Das hieß praktisch: Langer Weg bis zur Veröffentlichung in neutestamentlichen Publikationen, und es hieß auch: keine weltweite Verbreitung.

Dann kam der Computer

Ab 1988 lernte ich, mit einem ATARI umzugehen. Eine Schreibkraft hatte ich noch nie – und jetzt brauchte ich auch keine. Nach Jahren konnte ich das kleine Büchlein ‚Zugänge zum Evangelium des Johannes’ herausbringen und dann das Buch ‚Jochanan’ – Erweiterte Studien zum Evangelium des Johannes. Manches dieser Bücher wanderte in die Welt, war aber doch nur für sehr wenige erreichbar.

Die internet-Zeit

Für mich begann diese Zeit etwa 1995, als ich anfing, eine homepage zu basteln. Ältere unter Ihnen haben diese Seite kennen gelernt. Beim Aufbau der homepage haben mir in den nächsten Jahren bis heute einige Kenner im Computer-Bereich geholfen, Christen, bei der Firma SIEMENS tätig, selbstlos. Es entstand schließlich eine neue homepage, die Ihnen und Christen und Nichtchristen in aller Welt jetzt zugänglich ist. Die Seiten sollten von Anfang mehrere Zielgruppen ansprechen, also  den interessierten Laien,  Student/innen, die sich mühsam in das manchmal schwere Johannesevangelium einarbeiten wollen,  Pfarrer/innen, die sich intensiv auf ihre Predigt vorbereiten wollen oder so wenig Zeit haben, dass sie sich wenigstens kurz informieren können. Einen Schwerpunkt sollten jedoch wissenschaftliche Aufsätze bilden, die zum Teil dann auch erstmalig im Internet veröffentlicht worden sind. Weil viele mögliche Leser jedoch des Deutschen nicht mächtig sind, wollte ich wenigstens einige Aufsätze in englischer Sprache anbieten, dazu zwei in französischer und zwei in russischer Sprache.

Das Drupal System – für mich ab September 2010 anwendbar

Die oben erwähnten Computer-Spezialisten hatten das vielseitige Drupal-System entdeckt, getestet und mir beim Einrichten einer neuen homepage geholfen. Das System ist übersichtlich, bietet gute Suchfunktionen innerhalb der gesamten homepage, enthält statistische Auswertungsmöglichkeiten, und ich kann leicht Erweiterungen und Ergänzungen anbringen, die schon morgen beim ‚user’ also bei Ihnen sein können, wo immer in der Welt Sie sich auch befinden.

www

Es ist jetzt schon spät am Abend hier in Erlangen, aber mit großer Wahrscheinlichkeit wird irgendwo auf der Welt jemand im Augenblick die Johannesevangelium-Seite besuchen. Das Drupal-System zeigt mir das an. Im Laufe von 24 Stunden werden diese Besucher Russen sein, Ukrainer, Rumänen, viele Amerikaner, Kanadier, Europäer, Menschen aus allen Erdteilen, Katholiken, Protestanten, Orthodoxe… Und wenn sie heute nicht kommen, dann demnächst, vielleicht der eine wieder aus Dubai oder der häufige Gast aus Japan, Gäste aus China, Israel oder Haiti, bestimmt aber der/die aus Österreich und der Schweiz – und vor allem die Deutschen aus den Universitätsstädten z.B. Berlin, Hamburg, Dresden, Halle, Leipzig, Frankfurt, Freiburg, Bochum, München, Münster, Saarbrücken, Eichstädt, Erlangen… und die vielen aus den kleinen Ortschaften und Städten.

ID - Nummern und:  Welche Seiten (nodes) werden bevorzugt besucht?

Weil viele ‚user’ nur über Knotenpunkte bei Servern zur homepage geleitet werden ohne dass ihr wirklicher Herkunftsort oder das Herkunftsland aus der ID-Nummer – der Identifikationsnummer – ersichtlich sind (Nummern, die z.B. mit 66 oder 157 beginnen und auf die USA weisen), kann ich oft nur mutmaßen: Für jeden user gibt es  ein Protokoll, das verzeichnet, welchen Aufsatz usw. er/sie sich angeschaut hat, also auch in welcher Sprache. Es gibt aber auch – besonders in Deutschland, Österreich, der Schweiz, China, Japan … Identifikationsnummern, über die bestimmte Länder und Regionen oder Städte ersichtlich werden.

Und was wird nun bevorzugt angeschaut?

Allein die ‚Zugänge’ sind im Jahr 2013 etwa 750 mal als Ganzes herunter geladen worden. Dazu kommen alle einzelnen Zugänge, von denen etwa 3000 abgefragt worden sind.

Überrascht war ich, dass die Thomaskantate mit ihrer schlechten Aufnahmequalität im letzten Jahr über 800 mal runter geladen worden ist und die Seite darüber hinaus noch über 500 mal aufgerufen worden ist.

Bei den Einführungen zu johanneischen Predigttexten steht 2013 node 107 (Joh 11-15) an der Spitze der downloads. Dazu kommen weitere 697 Aufrufe. Auf node 92/93 (Joh 9,1-7 und Joh 9,35-41) kommen 184 downloads und über 1400 Aufrufe. Auch node 117 (Joh 21,15-19) verzeichnet 144 Abrufe und 955 Aufrufe.

Die Bildmeditationen node 44 (Max Beckmann: Jesus und Pilatus)und 47 (Käthe Kollwitz: Begegnung – Maria und Elisabeth) werden besonders gern abgerufen.

Im Wissenschaftsbereich sind seit 2010 die Schwerpunkte bei den mehrsprachigen Aufsätzen zu Jesaja 6 (Abrufe deutsch: 1526; englisch 1823; russisch 877; französisch 1583) und LXX Ps 39/BH Ps 40 (deutsch 1183; englisch 1678; russisch 506; französisch 923).

Sehr viele Abrufe fallen auf alle anderen mehrsprachigen Aufsätze (z.B. zu Joh 8,44: 1930 Abrufe in Deutsch, 1711 in Englisch). Bei den rein deutschsprachigen Aufsätzen finden viel Aufmerksamkeit die nodes 198 – 206 und besonders 207 (Birkat ha-Minim – ein jüdisches Gebet wird entfeindet). Sehr viele Forscher scheinen auch den Schatz für die Johannesforschung entdeckt zu haben, der in Justins Dialog mit dem Juden Trypho versteckt ist (Paralleltraditionen zum Johannesevangelium aus Justins Werken, node 165ff). Auch der Aufsatz zu Bultmann (node 217) wird weiter gern abgerufen und aufgerufen. Viel Interesse finden  die Rezensionen zu Kommentaren (node 208ff).

 

Bericht von der homepage über etwa 11 Stunden des heutigen Tages, 15.2.2014

Es sind bis jetzt gegen 11 Uhr morgens nur wenige Besucher auf der homepage gewesen: Zwar sind es 281, aber die meisten Aufrufe (233) zwischen 0 Uhr 53 und 1 Uhr 6 kommen von der Microsoft-Suchmaschine bingbot (ID 157…) und bingbot grast ohne theologisches Interesse die homepage ab.

Das wird 0 Uhr 57 anders: Russische Christen kommen bis 10 Uhr 23 über den Knotenpunkt des Servers Yandex auf die homepage.

Was suchen sie heute? Die Erklärungen zu den Bildern (node 42). Dann werden die gesamten ‚Zugänge’ abgerufen (node 3), dann der russische Aufsatz zu Hebräerbrief und Johannesevangelium (node 231), der Aufsatz über die Paralleltraditionen zum Johannesevangelium bei Justin (node 165). Die Übersicht über alle Aufsätze der homepage wird abgerufen (node 53). Um 8 Uhr 44 wird der russische Aufsatz zu Jes 6 aufgerufen (node 232), danach die Thomaskantate (node 40). 9 Uhr 8 folgt noch einmal Jes 6 russisch (node 232) und 10 Uhr 3 wird der englische Aufsatz zu Joh 4,44 (Crux or Clue, Node 225) aufgerufen.

Das etwa war in Russland in den ersten elf Stunden dieses Tages von Interesse.

11 Uhr morgens – das ist meine heutige timeline, um Ihnen einen kleinen Einblick zu geben. Bis zu dieser Zeit wurden über Knotenpunkte in den USA (ID 74....; 199 ….; 66…. Und 208…. ) über ID aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland viele nodes abgerufen oder aufgerufen:
 

Abrufe/ downloades heute von 0 bis 11 Uhr (die nodes):

node 2 (Einführung) – 3 (Das Evangelium für Laien) – 5 (25 Zugänge) – 40 (Die Thomaskantate) – 43 (Bilderklärungen zum Gesangbuch) – 50 (Hinführungen zu den Predigttexten) – 53 (Für Wissenschaftler) – 55 (Aufsätze zum Johannesevangelium) – 86 (Joh 6,47-51) – 96 (Joh 11,47-53) – 110 (Joh 16,23b-28) – 114 (Joh 20,11-18) – 115 (Joh 20,19-29) –  140 (Psalm 95 im Hebräerbrief) – 164 (Anmerkungen zur Lokalisierung des Johev) – 212 (Rezension Johanneskommentar von R. Schnackenburg) – 221 (Rezensionen zum ersten Teil des Buches JOCHANAN) – 236 (Joh 1,1-18 – wie und warum ein jüdisches Logoslied geändert worden ist).
Zu diesen Abrufen kommen etwa 30 Aufrufe.

Und was sollen die ganzen Zahlen?

Zuerst einmal: Sie stimmen nicht ganz, sondern zeigen nur eine Tendenz an, zeigen Interesse an.
Vielleicht interessiert das Ganze auch Sie, weil Sie auch eine homepage planen.

Die Zahlen interessieren auch mich, weil ich den großen Wunsch habe, dass durch die Beschäftigung mit dem Evangelium nach Johannes Menschen in aller Welt gesegnet werden, glauben und erkennen und im Nachfolgen Jesu das Licht des Lebens erfahren, des Lebens, in das Gott uns in Jesus Christus – heute - ruft.

 

Dank an alle, die mir geholfen haben.

Dank auch an Sie, liebe Leserinnen und Leser, die mir auf dem langen Weg bis zum heutigen Tag Mut gemacht haben.

 

P.S. Wie heißt es doch so schön auf einem Glasfenster im Oxforder Merton College:

Oxoniam quaere venisti premeditare

Nocte dieque cave tempus consumere prave.

(Consider why you came to Oxford

and be careful by night and by day

to use your time well.)
 

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LINKS

Für die Inhalte der verlinkten Seiten übernehme ich keine Haftung!
Siehe http://www.evangelium-johannes.de/je7/Impressum


umfangreiche Literaturangaben und mehr zum Johannesevangelium, sehr zu empfehlen! Von Felix Just:
http://catholic-resources.org/

http://catholic-resources.org/John/Bibliog-Essays-OneAuthor.html

bibelarbeit.privat.t-online.de/.../Johannes.html -

http://www.kircheschwamendingen.ch/content/e13054/e13353/e13365/index_ger.html
(eine Predigtreihe von Hanna Kandal-Stierstadt und Andreas Fischer aus der Schweiz, die mich sehr angesprochen hat.)

http://www.koenigsmuenster.de (enthält TNACH 4.9, also AT und Konkordanz zum hebräischen AT mit deutscher Übersetzung)

http://www.isatex.de/ (Informationsstelle für alttestamentliche Exegese)

http://www.jcrelations.net/ (Ausgezeichnete Informationen über jüd.--christl. Begegnungen in den USA und anderswo)

http://www.wifak.uni-wuerzburg.de/wilan/theo/infos/eurotheo/de.htm

http://www.wifak.uni-wuerzburg.de/wilan/theo/infos/eurotheo/landlist.htm (Deutsche und europäische ev. und kath. Fakultäten)

http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html (60 Mio. Bücher und Zeitschriften in Bibliotheks- und Buchhandelskatalogen weltweit)

http://dir.yahoo.com/Society_and_Culture/Religion_and_Spirituality/ (Religion in yahoo)

http://www.elca.org (Evang. – Luth. Kirche in Amerika))

http://www.iclnet.org/pub/resources/christian-books.html (A Guide to Christian Literature on the Internet: Bibeln, Hilfsmittel zum Bibelstudium, Kirchenväter, Augustin, Thomas, Luther, Calvin…)

http://www.trinity.capital.edu/Other/Recommended%20Web%20Sites/Bible-Theology%20sites.htm#Web Sites for Bible Study (W. Taylor) Biblical Studies in the Web. Journals. Blue Letter Bible. Interlinear Greek/Hebrew/English (KJV) Bible linked to commentaries, lexicon, concordances, Bible dictionaries; Discussion Lists. Maintained by Harvard Divinity School Library. Electronic Resources for New Testament Studies. Good resource on sites. Israel Museum Homepage (Jerusalem). ...

http://www.tagesschau.de/videoblog/zwischen_mittelmeer_und_jordan/samari...

Nicht definiert