Probleme der Abschiedsreden

(Ursprünglich in: BZ NF 1976, 117-22, jetzt in: JOCHANAN, 402-409)

Abstract

Ich versuche zu zeigen, dass die Abschiedsreden, wie oft beobachtet, nicht aus einem Guss sind, weil Johannes eine Erstform dieser Reden in veränderter gemeindlicher Situation selbst umgestaltet hat.

INHALT

1 Ps 69,5 / Joh 15,25

2 Die Situation der verfolgten Gemeinde (abgesehen von Joh 15,18ff)

3 Die Gemeinde und ihr Anwalt

4 Text der vermuteten Erstform

5 Zusammenfassung

Eine genauere Beschäftigung mit den Abschiedsreden in Joh 13-17 hat gezeigt, dass sie nicht aus einem Guss sind1. Es wird mit nachjohanneischer Redaktion gerechnet, die sich aber johanneischer Sprache bedient hat und johanneisches Material benutzt hat.

Hinter die Aussage der Uneinheitlichkeit der Abschiedsreden kann man nicht mehr zurück, doch möchte ich eine Lösung zur Diskussion stellen, die wohl von Redaktion spricht, jedoch nicht notwendigerweise von nachjohanneischer Redaktion.

Die Untersuchung des alttestamentlichen Hintergrundes des Johannesevangeliums hatte mich auch vor Fragen nach der Komposition dieses Evangeliums gestellt.2 Nun ist die Frage nach der Komposition ein diffiziles Gebiet; aber sie kann nicht übergangen werden, weil sie mit Auslegungsfragen oft direkt zusammenhängt. R. Schnackenburg, nach dessen Meinung die von mir entwickelte Zwei-Quellen-Theorie für die Komposition des Johannesevangeliums Beachtung verdient3, denkt in manchen Einzelentscheidungen anders. Solche Einzelentscheidungen im Zusammenhang mit Joh 13-17 und die von mir vermutete Erstform der Abschiedsreden will ich mit diesem Aufsatz vorstellen. Sie sind einmal aus der Beschäftigung mit dem alttestamentlichen Hintergrund im Johannesevangelium4, zum anderen aus der Anwendung der entwickelten Zwei-Quellen-Theorie entstanden5.

1. Ps 69,5 / Joh 15,25

Auf Ps 69, der vom Evangelisten noch nicht in der Erstform des Evangeliums benutzt worden ist6, wird in Joh 15,25 angespielt. Joh 15,18-16,4 gehört zum Kontext dieses Wortes. Joh 16,1 spielt - wie Joh 16,31f - auf ein Wort aus der synoptischen Tradition (vgl. Mk 14,27) an, die dem Evangelisten bei der Abfassung der Erstform seines Evangeliums noch nicht vorlag. Nach Joh 15,18ff sieht die Lage der johanneischen Gemeinde so aus: Christen werden gehasst (15,18), verfolgt (15,20), ihre Worte werden nicht beachtet (15,20). Sie stehen in der Gefahr, sich am Stein des Anstoßes zu stoßen (16,1). Sie werden aus der Synagoge ausgestoßen (16,2) und sogar getötet (16,2).

Die Gemeinde soll sich in dieser Lage trösten, dass Jesus zuvor selbst gehasst worden ist (15,18) und er zuvor schon gesagt hat, dass der Knecht nicht größer als sein Herr ist (15,20), dass schon die Schrift vom „Hass ohne Ursache“ spricht (15,25), dass der Paraklet für Jesus Zeugnis ablegen wird (15,26). Überaus wichtig ist es für die Gemeinde, dass Jesus vor dem Eintritt der Verfolgung sich schon zu dieser Situation geäußert hat.

Wichtig erscheint mir im Zusammenhang mit dieser Situation der Verfolgung der Übergangshalbvers zwischen Joh 16,4 und 5: „Solches aber habe ich euch von Anfang an nicht gesagt, weil ich bei euch war.“ Es gibt also johanneische Jesusworte aus einer Anfangsepoche, die nicht von Hass, Verfolgung, Synagogenausschluss und Tod geredet haben. War - über Joh 15,18-16,4 hinaus - in der Erstform des Evangeliums die Verfolgungssituation und der damit nötige Trost der Gemeinde gar nicht enthalten?

2. Die Situation der verfolgten Gemeinde - abgesehen von Joh 15,18ff

Vom Hass gegen die Jünger wird nur noch in Joh 17,14 gesprochen. Jesu Wort, dass er den Vater nicht darum bittet, die Seinen mögen dem Kosmos entnommen werden, aber vor dem Bösen bewahrt werden (Joh 17,15), könnte auf dieselbe schwierige Situation wie die in 15,18-16,4 geschilderte zurückgehen. Joh 17,14-16 scheinen eine Einheit zu bilden, die nicht in der ursprünglichen Form des Gebetes gestanden haben wird und ein notwendiges Korrektiv der in Joh 17,13 verheißenen vollkommenen Freude aus der veränderten Gemeindesituation heraus darstellt.

Von der Verfolgung der Gemeinde wird außer in Joh 15,20 nicht mehr gesprochen. Vom Anstoßnehmen redet nur noch Joh 6,61, da aber in einem anderen Zusammenhang (vgl. Mk 6,3). Vom Getötet werden wird nur in Joh 16,2 gesprochen.

Nun zu den drei Aussagen bei Johannes vom Ausgestoßen-werden aus der Synagoge:

Zu Joh 9,22 bemerkt R. Bultmann7 richtig: „Der Evglist motiviert in einem Zusatz V.22f die Vorsicht der Eltern durch ihre Furcht, aus der Synagoge gestoßen zu werden.“ „ V.22f. ist deutlich ein Zusatz zur Quelle aus der Zeit, in der das Bekenntnis zu Jesus als dem Messias (das im Zshg ja noch gar nicht in Frage kommt) den Ausschluss aus der Synagoge zur Folge hatte.“ (Ein Bekenntnis übrigens, das nicht nur von mir auch in Joh 17,3 als Einschub betrachtet wird.) Wenn dieser Einschub Joh 9,22f schon in der Erstform gestanden haben sollte, würde er mit dem „solches habe ich euch von Anfang an nicht gesagt, denn ich war bei euch“ (Joh 16,4b) nicht zusammenstimmen. Ich halte deshalb Joh 9,22f für einen Einschub des Evangelisten in eine Geschichte der Erstform, als er diese bei veränderter Situation der Christen dazu benutzen wollte, den Blindgeborenen als Beispiel für Furchtlosigkeit gegenüber dem Synagogenbann darzustellen8.

Im Gegensatz zu dem geheilten Blinden aus dem einfachen Volk wagen gläubige Mitglieder des Synedriums nicht, sich zu Jesus zu bekennen, weil sie den Synagogenbann fürchten und die Ehre von Menschen über die Ehre von Gott setzen (Joh 12,42f).

Ich halte auch Joh 12,42f für einen Einschub des Evangelisten, der dem in Joh 9,22 sehr verwandt ist.

Die Aussagen vom Hass gegen die Jünger (Joh 17,14 vgl. Joh 15,18) und vom Ausschluss aus der Synagoge (Joh 9,22f; 12,42f vgl. Joh 16,2) werden erst bei der Überarbeitung der Erstform durch den Evangelisten bei veränderter Gemeinde-situation eingefügt worden sein.

3. Die Gemeinde und ihr Anwalt

In den Abschiedsreden spielen zwei Dinge eine große Rolle, die in dem dem Evangelisten zugesprochenen Text Joh 15,18-16,4 auch genannt sind: Dass Jesus seiner Gemeinde etwas gesagt hat, bevor es eintritt (16,4) und dass die Jünger sich daran erinnern werden, was Jesus gesagt hat (Joh 15,19; 16,4). In den Zusammenhang von Joh 16,4 gehört Joh 13,18f und alles, was in Verbindung mit dem Verrat durch Judas gesagt wird (Joh 6,64f; 6,70f; 13,21; 13,31f; 17,12). In den Zusammenhang von Joh 15,19 und 16,4 gehören: Joh 13,36-38; 14,16-18, 14,25f; 14,27b-29. Es ist aus den angeführten Stellen klar, dass der Evangelist teilweise im Anschluss an die Tradition (Petrusverleugnung, Judasverrat), teilweise aber auch eigenständig (Zusage des Parakleten, Joh 15,18ff) formuliert hat.

Ich nehme an, dass der Evangelist die Aussagen über den Parakleten zu derselben Zeit formuliert hat, in der er die synoptischen Aussagen über Judasverat, Petrusverleugnung und Jüngerflucht in die Erstform seines Evangeliums eingearbeitet hat. Die Abschiedsreden der Erstform scheinen noch nicht von der Erfahrung der Verfolgung (bis hin zum Tod), des Hasses, der Traurigkeit (Joh 16,20ff) und des Synagogenausschlusses geprägt gewesen zu sein und im Zusammenhang damit auch nicht von der Gestalt des Parakleten.

Material aus dem vierten Synoptiker, das - vom Evangelisten z.T. erweitert und kommentiert - in die Erstform eingearbeitet worden ist:

Joh 13: V.1           teilweise (zur „Stunde“ vgl. Lk 22,14)

V.2-32                  (zum „Knecht, der nicht größer ist als sein Herr“ vgl. Lk 22,26; zum „Menschensohn“ in Joh 13,31 vgl. Mk 14,21)
V.33b                    (zum „weggehen“ vgl. Mk 14,21)
V.36-38               (vgl. Mk 14,30f)
Joh 14: V.4-14     (Tomas wird im Johannesevangelium sonst nur in synoptischem Material erwähnt.)

V.22                                        (Beide Judasse kommen in der Erstform nicht vor. Das Problem der nicht eingetretenen kosmischen Christusoffenbarung spielt erst später eine Rolle.  Stichwortanknüpfung an Joh 14,21 Ende.)

V.31b                   (vgl. Mk 14,42)

Joh 15: V.1-17     (Anknüpfung an ein synoptisches Gleichnis)

Joh 16: V.1           (vgl. Mt 14,27)

V.20f                     (synoptisches Spruchgut?, vom Evangelisten in 16,16-24    eingeleitet und weitergeführt)

V.32                     (vgl. Mk 14,27; 14,50)

Joh 17: V.1           (vgl. Mk 14,41)
V.12                      (bezieht sich auf Ps 41,10 / Joh 13,18 vgl. Mk 14,18) 

Der vermutete Verlauf der Abschiedsreden in der Erstform - also ohne das Material aus dem vierten Synoptiker, ohne johanneische Anknüpfung an dieses Material und ohne eigene Formulierung des Evangelisten aus der veränderten Gemein-desituation heraus:

Diese Erstform wird drei Schwerpunkte haben:
a) Die Unterweisung der Jünger in der Liebe, die sie an Jesus   kennen gelernt haben

b) Rätselspruch über Sehen und Nichtsehen Jesu, Erkenntnis der Jünger über Jesu Ausgang von Gott und sein Wissen

c) Gebet Jesu zum Vater, nachdem die Jünger ihr Bekenntnis ausgesprochen haben.

4. Text der vermuteten Erstform:

Als Jesus wusste...dass er von dieser Welt zum Vater hinüberginge und er die Seinen in der Welt geliebt hatte - bis zur Vollendung hatte er sie geliebt (13,1) - spricht er (13,31): Kinder, noch kurze Zeit bin ich bei euch (13,33). Ich gebe euch ein neues Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr untereinander Liebe habt (13,34f). Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten (14,15). Wer meine Gebote hat und befolgt sie, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und auch ich werde ihn lieben und werde mich ihm offenbaren (14,21). Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht meines, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat (14,23f).

(Frieden lasse ich euch zurück 14,27).

Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn es kommt der Herrscher der Welt, aber an mich hat er keinen Anspruch. Dagegen soll die Welt erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie mir der Vater aufgetragen hat. (14,30f).

Eine kurze Zeit, und ihr seht mich nicht mehr und wiederum eine kurze Zeit und ihr werdet mich sehen. Da sprachen einige seiner Jünger zueinander: Was bedeutet das, was er uns sagt: Eine kurze Zeit und ihr seht mich nicht und wiederum eine kurze Zeit und ihr werdet mich sehen?... Sie sprachen also: Was bedeutet das, was er „kurze Zeit“ nennt? Wir verstehen nicht, was er sagt. Jesus merkte, dass sie ihn fragen wollten und sprach zu ihnen: Darüber fragt ihr untereinander, dass ich gesagt habe: Eine kurze Zeit, und ihr seht mich nicht und wiederum eine kurze Zeit, und ihr werdet mich sehen (16,16-19). Das habe ich euch in Rätselworten gesagt. Es kommt die Stunde, dass ich zu euch nicht mehr in Rätselworten spreche, sondern in Offenheit euch vom Vater Kunde geben werde (16,25). Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen. Wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Seine Jünger sagen: Siehe, nun redest du in Offenheit und sprichst kein Rätselwort aus. Nun wissen wir, dass du alles weißt und nicht not hast, dass dich jemand frage. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist. Jesus antwortet ihnen: Jetzt glaubt ihr (16,28-31).

Solches sprach Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sagte: Vater...verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche (17,1)...Ich habe dich auf Erden verherrlicht, indem ich das Werk vollendet habe, das du mir zu tun aufgetragen hast. Und nun verherrliche du mich bei dir, Vater, durch die Herrlichkeit, die ich vor Entstehung der Welt bei dir hatte. Ich habe deinen Namen den Menschen, die du mir aus der Welt gegeben hast, kundgemacht. Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort gehalten. Nun haben sie erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin und haben geglaubt, dass du mich gesandt hast. Ich bitte dich für sie - nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, die du mir gegeben hast - denn sie sind dein und was mein ist, ist alles dein, und was dein ist, ist mein, und ich bin in ihnen verherrlicht (17,4-10). Nun aber gehe ich zu dir und rede solches in der Welt, damit sie meine Freude vollkommen in sich haben (17,13). Heilige sie durch die Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt, und für sie heilige ich mich, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt seien (17,17-19). Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins sind, wie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir, damit sie zum Einen vollendet sind, auf dass die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast. Vater, ich will, dass da, wo ich bin, auch die bei mir sind, die du mir gegeben hast, weil du mich vor Entstehung der Welt geliebt hast. Gerechter Vater, wenn die Welt dich nicht erkannt hat, ich habe dich erkannt und auch diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und ich in ihnen.

Zusammenfassung

Bei der Überarbeitung der Erstform der Abschiedsreden durch den Evangelisten hat sich das für ihn neue synoptische Material und die veränderte kritische Lage der verfolgten Gemeinde niedergeschlagen. Methodisch ist der Evangelist so vorge-gangen, dass er dann seine Rede aus der Erstform unterbrochen hat, wenn er in ihr einen Anknüpfungspunkt für die neuen Aussagen gefunden hatte.

Natürlich hat sich in der Zeit zwischen Erstform und Jetztform des Johannesevangeliums auch die Theologie des Evangelisten in Richtung auf Vergeschichtlichung seiner Aussagen verändert. Die Aussagen E. Käsemanns, dass sich im Johannesevangelium jene Entwicklung spiegelt, „welche...zum christlichen Gnostizismus führt“9 wird man im Hinblick auf die Entwicklung der Erstform zur Jetztform korrigieren müssen: Die Tendenz geht im Johannesevangelium auf Vergeschichtlichung hin.

Die Unterschiede in theologischen Aussagen des Johannesevangeliums10 sind nicht auf „Verkündiger“ zurückzuführen, „deren Stimmen im Johannesevangelium zu Wort kamen“11, sondern auf die verschiedenen vom Evangelisten benutzten Traditionen und auf einen leichten Sprachwandel des Johannes, wie er sich bei vielen Menschen im Laufe von Jahren unter verschiedenen Einflüssen ereignet. Entscheidungen über die Zuordnung einzelner Verse in Joh 13-17 zur Erstform oder Jetztform können in der Einzelexegese von manchen anders getroffen werden, aber ich denke, das Johannesevangelium wird sich als das Werk eines Evangelisten aus zwei Zeitabschnitten erweisen.

1 R. Schnackenburg, Strukturanalyse von Joh 17: BZ NF 17 (1973) 67ff und 196ff; J. Becker, Aufbau, Schichtung und theologiegeschichtliche Stellung des Gebetes in Johannes 17: ZNW 60 1969) 56ff; ders., Die Abschiedsreden Jesu im Johannesevangelium: ZNW 61 (1970) 215ff.

2 G. Reim, Studien zum alttestamentlichen Hintergrund des Johannesevangeliums (SNTS, Monograph Series 22), Cambridge 1974, 233ff

3 R. Schnackenburg in: BZ NF 18 (1974) 277.

4 Op.cit.240

5 Diese Theorie besagt, dass der Evangelist Johannes ein von ihm interpretiertes und erweitertes Wunderevangelium (= Erstform) nach Erhalt eines vierten synoptischen Evangeliums, das ein schon vor Johannes interpretiertes Evangelium war, mit diesem synoptischen Material überarbeitet hat (= Jetztform). Diese Überarbeitung hat viele Probleme für die Exegeten mit sich gebracht.

6 G. Reim, op.cit.42ff

7 R. Bultmann, Das Evangelium des Johannes, Göttingen 1957, 254f

8 Ein ähnliches Beispiel für Furchtlosigkeit stellt der geheilte Gelähmte aus Joh 5,11 dar.

9 E. Käsemann, Jesu letzter Wille nach Johannes 17, Tübingen 1967, 132

10 Auf diese Unterschiede macht J. Becker in ZNW 61 (1970) 219 aufmerksam.

11 J. Becker in: ZNW 61 (1970) 246.