Anmerkungen

1 G. Reim, Studien zum alttestamentlichen Hintergrund des Johannesevangeliums. Cambridge University Press 1974 (= Studien). Jetzt in: G. Reim, JOCHANAN. Erweiterte Studien zum alttestamentlichen Hintergrund des Johannesevangeliums. Erlangen 1995. Der vorliegende Aufsatz findet sich in JOCHANAN, 369-388. Nach diesem Buch mit einzelnen griechischen und hebräischen Wörtern sollte dieser Aufsatz zitiert werden.

2 Vgl. E. Fuchs, Art.(griech.) semeron ThWNT Bd VII S. 273: “Das Wort (gr.) semeron kann (sc im Evangelium) deshalb verschwinden und z.B. in den johanneischen Schriften andern Zeitaussagen – etwa dem eher reflektierenden (gr.) nyn – Platz machen.” R. Schnackenburg, Das Johannesevangelium. Herders Theologischer Kommentar zum NT Bd. 2, 356 zu Joh 10.4 “Sie kennen die Stimme ihres Hirten (vgl. Ps 95,7).” In C. Spicq’s Commentary on the Epistle to the Hebrews, Paris 1952 fehlt bei der Behandlung von Ps 95 im Hebräerbrief jeglicher Hinweis auf das Johannesevangelium, obwohl gerade Spicq ein sehr geübtes Auge für die Verbindungen zum Johannesevangelium gehabt hat. James Mc Caffrey, The House With Many Rooms. Rom 1988 weist auf den Weg Jesu in Parallele zum Weg der Wüstengeneration (Joh 14,2/Ps 95) mit Recht hin und schreibt S. 69f unter Bezug auf den Tempel als Ruheplatz Gottes (vgl. Jes 66,1 und öfter): “So, too, the temple also became in turn the place of rest for the people of God.” Er verweist u.a. auf Ps 95,11. Das Ruhen im Land wird dann die Voraussetzung für den Tempelbau (2 Sam 7,1.11…). Abgesehen von sporadischen Hinweisen auf Beziehungen zwischen dem Psalm und dem Johannesevangelium wird keine intensivere Verbindung gesehen.

3 In: NTS 30,158-60. Jetzt in JOCHANAN 348-51

4 vgl. die beiden später in diesem Artikel aus dem Midrasch zu Ex 25.12 angeführten Zitate von R. Levi und R. Jochanan

5 Johannesevangelium und Synagogengottesdienst – eine Beobachtung. in: BZ NF 1983 S.101. Jetzt in JOCHANAN S. 331f

6 Studien 209-14 = JOCHANAN 209-14

7 Studien 181-82 = JOCHANAN 181-82

8 Zu Jes 28,16 und Johannes s. Studien 70ff = JOCHANAN 70ff

9 Sanh. 99a

10 Sanh. 110b

11 Sanh. 98a

12 S. Kistemaker, The Psalm Citations in the Epistle to the Hebrews, Amsterdam 1961, weist S.48 auf Joh 14,19 und 16,16 hin und bringt ‚die ‚kleine Zeit’ in Verbindung mit dem Zitat des Hebräerbriefes in 10,37f, das eine Kombination von Jes 26,20 und Hab 2,3f ist.

13 James Mc Caffrey, The House with many Rooms. The Temple Theme of Jn. 14,2-3, Analecta Biblica, Rom 1988 S. 76 und 79 zieht für den Weg Jesu in Joh 14 u.a. Ps 95 heran. Er verweist auf den Tempel als Ruheplatz Gottes und bemerkt: „So, too, the temple became in turn the place of rest for the people of God.“Er führt u.a. Ps 95,11 an.

Ich denke, dass der Evangelist neu formuliert in Joh 14, als der Tempel nach seiner Zerstörung diesen Ruheplatz nicht mehr darstellte.

14 Für die Herleitung des ‚ewigen Lebens’ aus Jes 28,26 s. meine Studien 56-88 = JOCHANAN 56-88.

15 R. Bultmann. Das Evangelium des Johannes (Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 1957) 451-52

16 Ich möchte mit diesem Artikel auch zeigen, wie sehr ich mit M. Hengel übereinstimme, der im Jahrbuch für Biblische Theologie Bd 4 (1989) 283 in seinem Artikel ‚Die Schriftauslegung des 4. Evangeliums auf dem Hintergrund der urchristlichen Exegese’ geschrieben hat: „Die Zahl der bewussten Anspielungen auf alttestamentliche Texte braucht uns... nicht zu kümmern. Sie lässt sich nicht exakt ermitteln. Dabei glaube ich, dass die ca. 140 alttestamentlichen Stellen, die Reim als Ausgangspunkte für Anspielungen nennt, eher zu wenig sind: Johannes (und seine Schule) kannte das Alte Testament besser als wir Neutestamentler heute und wusste es daher auch für seine mündliche und schriftliche Lehre besser fruchtbar zu machen, als wir es heute erkennen. M.a.W.: Er hat bei seinen damaligen Hörern und Lesern mehr alttestamentliche Assoziationen erweckt, als wir dem Text zutrauen.“ Hengel, op.cit. 286-87, sieht eine Parallele zwischen dem 38 Jahre Kranken in Joh 5.1-9 und jüdischen Traditionen, die das Irregehen in der Wüste beim Exodus betrifft. Er führt Pesiqta of R. Kahana 5.9 an, wo 38 Jahre erwähnt werden ‚When (God’s) wrath was over Israel’. (vgl Ps 95.10)

[GR1]Inhaltsverzeichnis: 1 Vorbemerkung 2 Von der Schwierigkeit, Ps 95 als sehr wichtigen Hintergrund fuer johanneische Sprechweise und Theologie zu entdecken 3 A) Psalm 95 in Qumran B) Ps 95 und rabbinische Interpretation 4 A) Ps 95 im Hebräerbrief 5 Des vierten Evangelisten Interpretation von Ps 95 6 A) Ein kleines – wenn auch unvollständiges Wörterbuch: Ps LXX 94 /Johannesevangelium samt Verweisen auf verwandte Aussagen im Hebräerbrief B) LXX Ps 94 oder MT Ps 95? 7 A) Theologische Auswertung des johanneischen Gebrauchs von Ps 95 B) Unser „Heute“

[GR2]Die dazugehörigen griechischen Texte finden Sie in JOCHANAN S. 383-85