III Wie der Evangelist Johannes das 6. Kapitel des Propheten Jesaja wahrscheinlich gelesen hat - Der paraphrasierte Text

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1 In dem Jahr, als der König Usia starb, sah ich, Jesaja, den Sohn Gottes sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und seine Herrlichkeit28, die er von Gott her hat, füllte den Tempel.

2 Seraphim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel; mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie.

3 Und einer rief zum andern und sprach: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth,“ - der Vater - „alle Lande sind seiner Ehre voll.“

4 Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens, und das Haus ward voll Rauch.

5 Da sprach ich, Jesaja: „Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König des Jahwe Zebaoth gesehen mit meinen Augen.“

6 Da flog einer der Seraphim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm,

7 und rührte meinen Mund an und sprach: „Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei.“

8 Und ich hörte die Stimme Gottes, des Vaters, wie er sprach (in der himmlischen Ratsversammlung29): „Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“ Er aber, der Sohn, sprach: „Hier bin ich, sende mich!“

9 Und der Vater sprach: „Geh hin und sprich zu diesem Volk: „Höret und verstehet’s nicht; sehet und merket’s nicht!“

10 Also: „ER, der Vater, hat das Herz dieses Volkes verstockt“ und „ER hat ihre Ohren verhärtet und ihre Augen verblendet, auf dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren, noch mit ihrem Herzen verstehen und sich nicht bekehren und ich (der Sohn) sie heilte.“

(11 Ich (der Sohn) aber sprach: „Vater, wie lange?“ „ER sprach: „Bis die Städte wüst werden, ohne Einwohner, und die Häuser ohne Menschen und das Feld ganz wüst daliegt.“

12 „Denn der Vater wird die Menschen weit wegtun, so dass das Land sehr verlassen sein wird.

13 Auch wenn nur der zehnte Teil darin bleibt, so wird es abermals verheert werden, doch wie bei einer Eiche und Linde, von denen beim Fällen noch ein Stumpf bleibt. Ein heiliger Same wird solch ein Stumpf sein.“)